Philosophischer Spätsommer 2013 C.Brehmer
Nach diesem herrlichen Sonnen-Sommer freuen wir uns auf unsere gemeinsames Gespräch in der Philosophen-Runde am 6. September. Viele von uns habe schöne Ferien gehabt. Der Schreiber dieser Zeilen war in Indien und hat sein Traum-Projekt besucht, die "Universal Education School" (www.aliceproject.org) in Sarnath bei Varanasi. Dort wird in das staatlich vorgegebene Curriculum Yoga und Meditation integriert, also eine ganzheitliche Erziehung angestrebt.
An unseren Schulen wird die seelische Dimension vernachlässigt, die Dimension, die sich jenseits aller mentalen Vorgänge erschließt. Es ist die Sophia, wie wir sie in der Stille-Übung jeweils zu Beginn unserer Philrunde versuchen in Erfahrung zu bringen. (Am 1. September werde ich Rahmen eines Dia-Vortrages über das Alice-Project berichten: www.yoga-vidya.de/melle)
Hier wird die Begegnung westlicher und östlicher Philosophie - unser letztes Thema - konkret. Der staatlich vorgegebene Lehrplan spricht die Rationalität an, Yoga und Meditation legen die intuitive Intelligenz frei, jenseits der Rationalität. Und es klappt, wie Leistungs- und Verhaltenstests belegen.
Am 6. September wollen wir unser Gespräch vom letzten Mal fortsetzen. Auf der Suche nach Wahrheit und der richtigen Lebensführung, können wir viel von östlicher Philosophie lernen und evtl. durch Yoga und Meditation verwirklichen. Von der Quintessenz indischer Philosophie, den Upanischaden, sagt der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer: "Es ist die belohnendste und erhebendste Lektüre, die in der Welt möglich ist. Sie ist der Trost meines Lebens gewesen und wird der meines Sterbens sein."
Hier eine Gegenüberstellung westlicher und östlicher Schwerpunkte in Anlehnung an Bernd Gundermann:
Westliche Wissenschaftskultur vs. Östliche spirituelle Kultur
Werden Sein
Fortschritt Transformation, Erleuchtung
Zukunftsorientierung Gegenwartsorientierung (im
Ewigen)
Außenorientierung, Weltlichkeit Innenorientierung am Selbst
Diversität, Kompliziertheit Zentriertheit, Einfachheit
Rastlosigkeit Ruhe
Leistung Gelassenheit
Konkurrenz Mitgefühl
Wünsche Verzicht, Zufriedenheit
Technische Apparate als Wahr- Entwicklung der Wahrungs- nehmungs- u. Handlungshilfen u. Handlungsorgane durch (Fernrohr, Mikroskop, Detektor) Meditationstechniken
Ziel: Ziel:
Lebensgenuss, Steigerung von Befreiung von Begehrlichkeiten
Macht, Ansehen, Besitz etc. u. vom Kreislauf der Wieder-
langes, komfortables Leben. geburten, "Einswerden" mit
dem Absoluten.
Synthese: Integrale Philosophie und Praxis
Die Philosophen-Runde Melle ist ein Freundeskreis von Menschen, die über den Tellerrand des Alltags hinaus schauen und sich Gedanken machen über den Zustand der Welt und den Sinn des Lebens. Jede(r) ist willkommen. Vorwissen ist nicht erforderlich. Wir treffen uns einmal im Monat. Ort und Termin bitte erfragen: T. 05422/2635 Näheres auf der Seite "Über uns".
Dienstag, 27. August 2013
Freitag, 21. Juni 2013
Nachlese 7. Juni 2013 Christian Brehmer
Indische Philosophie
Es war eine echt sommerliche Runde auf dem Balkon der
Naturheilpraxis, passend zu den Temperaturen Indiens. Mit dem Thema „Indische
Philosophie“ hatten wir uns auf einen Kontrast zur Politphilosophie von Hannah
Arendt geeinigt. Hier die zeitlose Weisheit Indiens, dort das Nachdenken über
gesellschaftliches Zusammenleben. Letzteres könnte durchaus von ersterem profitieren.
Denn was nützt alles Reflektieren, wenn es nicht von einer naturgegeben Quelle
höherer Intelligenz inspiriert wird. Und genau das ist die Verheißung indischer
Philosophie – siehe nachfolgendes Skript zum Impulsreferat von Peter
Bayreuther.
Die indische
Philosophie ist in den Veden niedergelegt. Diese Bücher sind nach
traditioneller Auffassung nicht von Menschen verfasst, sondern wurden von einer
höheren Intelligenz den „Rishis“, den Sehern, offenbart. Uns begegnet hier ein
„absolutes Wissen“, mitunter verschlüsselt formuliert und nur einem höheren
Bewusstsein zugänglich. Die Quintessenz der Veden ist jedoch leicht
verständlich in der Bhagavad Gita, dem „Gesang Gottes“ übermittelt. Wilhelm von
Humboldt bezeichnete sie, um es zu wiederholen, „als das schönste, ja
vielleicht das einzige wahrhaft philosophische Gedicht der Weltliteratur.“
Und die
Bhagavad Gita war das Thema unseres Referenten. Sein Skript ist eine Auswahl
einiger zentraler Aussagen. Kein Wunder, dass es zu Diskussionen innerhalb
unserer Gruppe kam. Grundstufliches Wissen, gewonnen durch Naturwissenschaft und
Reflexion, reibt sich an metastuflich offenbartem
Wissen. Letzteres bleibt uns verschlossen, solange wir nicht bereit sind uns
der Sophia zu öffnen. Einen Versuch machen wir jeweils zu Beginn unserer Runde
mit der Stilleübung. Denn wir verstehen uns ja als Philosophen, als Freunde der
Sophia. Dem integralen Philosophen ist beides ist wichtig, Reflexion und
Intuition.
Impulsreferat Yogaphilosophie
7. Juni 2013
Peter
Bayreuther
Yoga bedeutet
Einheit mit der Seele und Gott: es wird in der vedischen Philosphie davon
ausgegangen, dass es eine höhere Intelligenz
des Herzens gibt, die über dem weltlichen Intellekt und den Gedanken,
dem äußeren Ich (Ego) und den Sinneswerkzeugen steht. Es geht also darum, mit
dieser höheren Intelligenz eins zu werden und so unser Leben zum Guten und zur
Selbstverwirklichung zu steuern. (Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt,
Krankheit, Alter und Tod).
Die Bhagavad Gita
Der „Göttliche Gesang“ ist das zentrale Werk der Yogatraditon und
der vedischen Philosphie.
Es ist ein Gespräch zwischen Gott (Krishna) und Mensch (Arjuna),
welches etwa vor 5000 Jahren stattgefunden hat vor der Schlacht von Kurukshetra
verfasst von dem Weisen Vyasa.
Die Themen sind:
Wer bin ich? (aham brahmasmi: ich bin die Seele),
Hatha-Yoga (Atemübungen und Körperhaltungen),
Karma-Yoga (Handeln mit guter Absicht),
Jnana-Yoga (Philosophisches Forschen),
Bhakti-Yoga (Liebe zu Gott).
Die drei Gunas
(Eigenschaften der materiellen Natur)
Tamas Dunkelheit,
Unwissenheit
Rajas Leidenschaft
Sattwa Güte, Reinheit
Die drei Seinsweisen Gottes:
Brahman: allgemeine alles
durchdringende göttliche Energie
Paramatman. Die höchste Seele im Herzen eines jeden Lebewesens
Bhagavan: Gott als höchste
Persönlichkeit
2 Verse aus der Bhagavad Gita vom Anfang und Ende:
1.46
evam uktvarjunah sankhye rathopastha upavisat
visriya sa-saram capam soka-samvigna-manasah
Nachdem Arjuna auf dem Schlachtfeld diese Worte gesprochen hatte
warf er seinen Bogen und seine Pfeile auf den Boden und setzte
sich, von Schmerz überwältigt, auf dem Streitwagen hin.
18.65
man-mana bhava mad-bhakto mad-yaji mam namaskuru
mam evaisyasi satyam te
pratijane priyo `si me
Denke immer an Mich, werde Mein Geweihter, verehre Mich
und bringe mir deine Ehrerbietungen dar.
Auf diese Weise wirst du mit Sicherheit zu Mir kommen.
Ich verspreche dir dies, weil du mein inniger Freund bist
Lit.: „Bhagavad Gita Wie Sie
Ist“ Kommentar und Übersetzung von Shrila Prabhupada
„Die Yogaweisheit der
Bhagavad Gita für Menschen von heute“ von Sukadev Bretz
„Shrimad Bhagavad Gita“ Kommentar von Swami Sivananda
Vorschau 2.8.2013 Christian Brehmer
Orient und Okzident
Im Juli machen die Philosophen eine Sommerpause.
Vielleicht gelingt es dem/der einen oder
anderen in die Gelassenheit eines Diogenes zu kommen. Der antike griechische
Philosoph lebte selbstgenügsam und glücklich in einer Tonne. Als Alexander der
Große ihn voller Bewunderung aufsuchte und ihm anbot, einen Wunsch zu erfüllen,
sagte Diogenes lediglich: „Er möge mir aus der Sonne gehen.“
Unser letztes
Gespräch, ausgelöst von der Bhagavad Gita, war längst nicht zum Abschluss
gekommen. Und da ist noch vieles ungeklärt, besonders hinsichtlich des
unterschiedlichen Wissenszugangs von West und Ost. Da ist der reflektierende
abendländische Philosoph, da ist der meditierende orientalische Pandit. Zwei
Welten stehen sich gegenüber und doch gibt es nur eine Wahrheit. Und beiden ist
noch eine andere Welt vorausgegangen, die Welt des Mythos.
Wir wollen
beim nächsten Mal versuchen, uns der Welt des Orients ein wenig anzunähern, so
wie sie von Mahatma Gandhi vorgelebt wurde, der Verkörperung der Bhagavad Gita.
Schon Goethe besingt orientalische Weisheit im
„West-östlichen Divan“:
Wer sich selbst und andere kennt,
Wird auch hier erkennen:
Orient und Okzident
Sind
nicht mehr zu trennen.
Freitag, 17. Mai 2013
Beitrag zur Diskussion am 3.5. 2013 von Angela Muselmann-Bruhn
(Nachlese 3.5. 2013 s. weiter unten)
Freud an seine Vertraute Lou Andreas-Salome
:
“ Hier ist meine geheime Schlussfolgerung : Da wir
unsere gegenwärtige Zivilisation -die von allen am meisten entwickelte- nur als
eine gigantische Heuchlerei betrachten können, muss daraus folgen, dass wir im
Grunde nicht für sie geschaffen sind. Wir werden abdanken müssen, und der große
Unbekannte oder der große Manitu, der hinter dem Schicksal steht, wird dieses
Experiment mit einer anderen Rasse wiederholen.“
So pessimistisch möchte ich das nicht sehen, dem Menschen
möglich, ist etwas anderes, wenn wir nicht mehr versuchen, Seiten unseres
Menschseins zu verdrängen und den Menschen an die Gesellschaft an zu passen,
sondern lernen wieder unseren Gefühlen Ausdruck zu geben, lernen selbst gut für
unsere Bedürfnisse zu sorgen und dann aus dieser Authentizität heraus, wird es
auch möglich werden, im Sinne von Hannah Arendt ins politische Handeln zu
kommen.
Diese erforderliche emotionale Reife, trotz Demokratie seit
1945, scheint mir jedoch auch 2013 noch nicht zahlenmässig in unserer
Gesellschaft ausreichend zu sein, wie die vielen psychosomatischen Krankheiten
und das politische Desinteresse zeigen.
Der Mensch ist mit sich selbst beschäftigt, mit der von ihm
geforderten Anpassungsleistung und dem Versuch, sein daraus resultierendes
Mangelgefühl, auf Umwegen zu befriedigen.
Es stellt sich die Frage, wie
Persönlichkeitsbildung aussehen sollte, um Menschen zum verantwortlichen
politischen Handeln zu befähigen.
Kinder zum selbstbewussten Kämpfen für ihre eigenen
Interessen zu erziehen, erscheint mir nicht der sinnvolle Weg zu sein ( würde
dies als Erziehung zum Ich-Bewusstsein bezeichnen wollen, da für mich, zum
wahren Selbst-bewusstsein, immer der Einschluss, Ich als Teil des Ganzen, das
Wohl aller mit in die Entscheidungen einschließt).
Die Schule muss sich der emotionalen Alphabetisierung
annehmen,
wenn sie nicht Untertanen, brave Konsumenten oder
narzisstisch Erfolgreiche mit Kapital und Macht produzieren möchte,
sondern mündige und politisch verantwortlich handelnde
Weltbürger.
Damit meine ich, Erziehung zu mehr Autonomie,
durch gezielte Sinneswahrnehmungsschulung des eigenen
Körpers und des bewertungsfreien Beobachtens,
erlernen der bewussten Affektregulation und
Selbstmotivation
und üben von Kooperation und Konfliktlösung,
damit endlich fürs Leben und nicht nur für die Schule
gelernt wird.
Inhalte sind das Spielzeug, mit dem immer neu, diese
Kompetenzen geübt werden können.
Da Kinder durch Erfahrung lernen, so lernen Kinder am besten
Respekt, wenn sie selbst respektvoll behandelt wurden,
wenn sie in ihrer Ganzheit angenommen werden, mit ihrer
Angst, Freude, Neugier und Zorn
und sie begleitet werden, damit umgehen zu lernen, statt so
zu tun, als dürfen diese natürlichsten Gefühle gar nicht sein und könnten an
der Gardarobe abgegeben werden.
Wieviel Energie wird wohl freigesetzt werden,
wenn der Kampf gegen die eigene Natur nicht mehr notwendig
ist
und nach außen gerichtet, in Kreativität und
Mitverantwortung umgesetzt werden könnte?
Begrüßen wir die neuen Weltbürger mit „ Willkommen, Du
darfst Du sein, lehre du uns, wieder besser unsere natürlichen Bedürfnisse zu
erkennen, denn hier läuft einiges schief, hier gibt es viel zu verändern, beschenke
uns mit deinen Ideen und Fähigkeiten, wir brauchen Dich, damit wir alle gesund
und verbunden miteinander leben lernen.“
Vorschau 7.6. 2013: Vedische
Philosophie (Peter Bayreuther, Christian Brehmer)
Aus der umfangreichen
vedischen Philosophie hat im Westen vor allem das System des Yoga Eingang
gefunden. Es beinhaltet nicht nur Theorie, sondern schwerpunktmäßig Praxis und
Erfahrung. 11 Millionen Bundesbürger praktizieren Yoga.
Yoga bedeutet Einheit mit
der Seele und damit mit Gott. Es wird in der vedischen Philosophie davon
ausgegangen, dass es eine höhere Intelligenz (Buddhi) der intuitiven
Unterscheidungskraft gibt, die über dem weltlichen Intellekt und den Gedanken,
dem äußeren Ich (Ego) und den Sinneswerkzeugen steht. Es geht darum, sich mit
dieser höheren Intelligenz durch Yoga zu verbinden, gültiges Wissen (Vidya) zu
erwerben und so unser Leben zum Guten und zur Selbstverwirklichung zu steuern
und der Umwelt zu dienen.
Eine populäre Einführung
in die vedische Philosophie und das
Hintergrundwissen des Yoga vermittelt die Bhagavad Gita, der „Göttliche
Gesang“. Wilhelm von Humboldt nannte es „das schönste, ja vielleicht das
einzige wahrhaft philosophische Gedicht der Weltliteratur“.
Nachlese 3.5. 2013
Hannah Arendt Text: Christian Brehmer
Ja,
unsere letzte Runde war eine runde Sache. Zwar ist der Tisch an dem wir sitzen
rechteckig, aber es ging rund wie immer.
Nach unserer philosophischen Tiefenexkursion mit Hinführung zur Sophia und
anschließender Sharing-Runde ging es zur
Sache. Und die Sache hieß diesmal Hannah Arendt. Wir hatten ein feuriges
Impuls-Referat von der Kunsthistorikerin Roswitha Pentzeck, von der man
geradezu eine Seelenverwandtschaft zu der großen („orangenen“)
Polit-Philosophin spürte. Aus dem von
ihr verfassten Paper gingen zwei Thesen hervor, die hier wiederholt und
kurz kommentiert werden sollen.
These
1: Nicht das Sein des Menschen im Singular, sondern das Handeln der
Menschen im Plural stellt Hannah Arendt in den Mittelpunkt! Den Philosophen der
Vergangenheit – einschließlich Aristoteles (zoon politikon) bis hin zu
Nietzsche und Marx – attestiert sie mangelnden Tiefgang des Denkens. Lediglich
bei Platon sah sie ihr Ideal der Politik am ehesten verwirklicht.
Kommentar:
Das Sein des Menschen wird hier existenziell gesehen, nicht ontologisch, d.h. der
Möglichkeit nach im SEIN, der Sophia gründend. Hier liegt das ganze Dilemma der
Flachland-Philosophie. Denn ohne Bezug zur Sophia hat alles Denken und Handeln
des Menschen im Singular oder im Plural nur den Intellekt als Orientierung.
(Hier könnte man Arendt mangelnden Tiefgang vorwerfen.)
These
2: Handeln vollzieht sich in einem öffentlichen Raum, in dem eine Pluralität
von Menschen frei miteinander verkehrt und in Rede und Gegenrede um das Wohl
ihrer Gemeinschaft besorgt und bemüht sind. Es ist nach Arendt die höchste und
wichtigste Form menschlicher Tätigkeit.
Kommentar:
Wenn der Bezug zur Sophia fehlt, ist Rede und Gegenrede zur Wahrheitsfindung im
demokratischen Prozess durchaus wertvoll. Seine Grenzen werden uns aber in der zerstrittenen
Politik und der chaotischen Verwaltung unseres Planeten vor Augen geführt. Eine
Vita Aktiva, die nicht in einer Vita Contemplativa gründet, hat keine gültige
Orientierung und mündet in Aktivismus und Verschlimmbesserungen.
Freitag, 19. April 2013
Nachlese vom
5.4.2013 Text: Christian Brehmer
Suche nach Erkenntnis
Nach dem Gemeinschafts-stiftenden Vorspann gab es
eine kurze Rückbesinnung auf das Thema unserer letzten Runde: „Hat der Mensch
einen freien Willen?“ Wir wollten dann zum aktuellen Thema übergehen „Bleiben
wir einen Leben lang derselbe?“ auf der Grundlage des Textes des Bremer
Hirnforschers G. Roth. Aber, wie das Leben so spielt, es entwickelte sich etwas
anderes.
Zunächst
hat sich das Gespräch um das Spannungsfeld Gesellschaft – Individuum bewegt. In unserer Gesellschaft sind Leistung
und Wohlstand dominierende Werte (orange Bewusstseinsstufe nach Clare Graves),
und das spüren wir von Kindesbeinen an. In unseren Schulen geht es vorwiegend
um die Förderung der rationalen
Intelligenz, und die intuitive Intelligenz bleibt auf der Strecke. Letztere
beinhaltet auch Kritikfähigkeit, und die ist wenig gefragt. Was unsere
Gesellschaft braucht, sind angepasste, leistungsbereite und konsumorientierte Bürger. Intuitive
Intelligenz, Orientierung an den in der Tiefe des Bewusstseins anwesenden Werten,
wer kennt das schon? – „Treue zu sich
selbst“ und „Leben aus dem Herzen“ waren
Stichpunkte in unserer Diskussion. Aber auch die Relikte von magischem und
mythischem Denken in unserer aufgeklärten Gesellschaft.
Das Gespräch war bunt und lebendig. Hier
stellt sich die Frage, ob wir der Diskussion freien Lauf geben sollten oder
immer wieder zu unserem Thema zurückkommen sollten. Hören wir dazu Angela:
„Lass uns nicht an Ruhm und Ehre anderer Autoren hängen bleiben,
wenn wir begreifen, dass es immer mehrere Wahrheiten gibt und sie immer
kontextabhängig sind, also ein sowohl – als auch- Denken nötig ist,
müssen wir uns vor allem in dieser Offenheit üben. Für den einen ist das
Klopfen auf dem Tisch, das Jetzt und Hier dran, als seine Ausdrucksmöglichkeit,
während der andere das Bedürfnis nach einem langen tiefen mmmh hat und der
nächste nach absoluter Stille……Soll Kreativität und mehr Flexibilität
im Geiste aus unseren Treffen hervorgehen, ist es nicht wichtig, am
Ende mit der Meinung nach Hause zu gehen, ich hab Recht behalten, oder habe die
Anderen überzeugt. Ergebnisoffen und gleichzeitig themenzentriert nach Plan….,
lass uns den Raum dazwischen aufsuchen …und zulassen !
Ergebnisoffen
und themenzentriert – einverstanden.
Mehrere Wahrheiten? Nicht einverstanden. Mehrere Meinungen, ja! Das ist
das Dilemma unserer pluralistischen Gesellschaft! Aber nur eine „absolute“
Wahrheit. Und der können wir uns nähern, indem
rationale Information, Diskussion
und Erkenntnis ergänzt werden durch Reflektion, Abstraktion, Transzendenz und Integration.
Aber das will geübt werden, vorausgesetzt wir sind motiviert. Oder wir
verharren in unserer tristen Mittelmäßigkeit.
Unsere
Philrunde wurde diesmal durch Besuch aus Bremen abgerundet. Adam Zablocki,
Philosoph aus Bremen, deutsch-polnischer Herkunft, kam eigens angereist, um an
unserer Philrunde teilzunehmen. Hören wir etwas von seinem persönlichen
philosophischen Ansatz und seine Eindrücken von uns:
„Meine Reflexionen
als Gast bei der Philrunde:
Meine Reise nach Melle war u.a. eines von meinen
„Feldforschungs“- Projekten.Ich bin immer fasziniert mit Menschen zu sein, die
sich nicht über die Banalitäten des Lebens austauschen möchten, sondern über
das, was für sie wesentlich ist... - damit kommen sie dem Ursprung der
Philosophie näher, die z.B. im antiken Griechenland viel mehr
lebensbezogen war, mit Ethik und Psychologie verschmolzen... z.B. Seneca:
„Die Philosophie lehrt handeln und nicht reden.“ Oder
Plato, der die Philosophie als „Fürsorge für die Seele“ bezeichnete.
Ein
paar von meinen Forschungsthemen sind:
Kollektive
Autopoiese also
Selbstregulationstendenzen in der Gruppe und die Erforschung und Anwendung von
Prinzipien, die Kongruenz, Synergie, Kreativität, Potentialität... in der
Gruppe stärken;
Vertikale
Hermeneutik (V.H.)
- wie sich die Bedeutungsebenen ineinander verschachteln und aufeinander
aufbauen - das Subjekt interpretiert und gibt damit den Phänomenen Bedeutung
und Wert, daher wendet sich die V.H. dem Geheimnis der Subjektivität zu und
entdeckt, dass rationale Interpretationen nur eine dünne Schicht im
menschlichen Wahrnehmungs-/Interpretations-Spektrum sind ( es kann sein, dass
ein Moment für uns enormen Wert hat, was für uns aber nicht rational begründbar
ist).
Die
V.H. grenzt sich nicht von der herkömmlichen Hermeneutik ab, sondern integriert
und erweitert diese. In ihr geht es nicht primär um Interpretationen von
Texten, Kunstobjekten und Ereignissen, sondern um das, worauf die ganze
Schöpfung hin-deutet - auf den höchsten Wert.
In
der Gruppe habe ich vor allem auf die energetischen Phänomene geachtet; die
rationalen Themen (Monismus, Dualität, Materialismus...) waren für mich nur wie
ein Vorwand dem Selbst-Verständnis den Weg offen zu halten. Und obwohl der
ganze Austausch in einem konventionellen Beziehungs- und Kommunikations-Raum
stattfand, war es für mich sehr interessant zu erleben wie sich die ganze
Gruppendynamik mit der Zeit in Richtung mehr Achtsamkeit, Leichtigkeit,
Neugierde, Intimität... bewegte. Das zeugt eindeutig von der Potenzialität, die
in der Gruppe besteht.
Es
ist wichtig zu verstehen, dass alle unsere Aussagen über philosophische Themen,
über das Leben... keine Aussagen sind über die Phänomene sondern über uns
selbst. Das sind alles unsere Meinungen also Interpretationen. Unsere
Interpretationen spiegeln lediglich momentane Bewusstseinszustände, also die
Bewusstseinsebene, die aktuell jedem zur Verfügung steht.
Der
Erfolg der Philrunde besteht nicht darin, die gleiche Meinung zu haben, sondern
in einem erfolgreichen Prozess der Wahrheit näher zu kommen. Die Alten wussten
immer schon: „Einheit, Dreiheit, das sind Namen, Namen aber sind Schall und
Rauch.“ (Areopagita)
Wenn
ich eine Position einnehme, in der ich es „besser weiß“ als die anderen, habe
ich meinen Forscherstatus verloren, ich bin auf einer Ebene
eingefroren... daher glaube ich, dass es äußerst wichtig ist, die Zeit der
Begegnung zu nutzen, um sein eigenes Wahrnehmungs- und Interpretations-Organ zu
reflektieren und zu befreien von eingefleischten Neigungen - also zu
kultivieren.
In
der konventionellen Welt haben wir den Zugang zu unserer Seele verloren. Sie
wurde wie C.G.Jung
sagt „zum Abfallhaufen für moralischen Kehricht“ reduziert. Durch
Abhängigkeitsstrukturen und Angst „nicht dazuzugehören“ (Heteronomie) haben wir
uns von unserer inneren Steuerung entfernt.
Um
das neue post-konventionelle Kommunikations-Paradigma zu leben, ist es
fundamental wichtig die eigene Kongruenz - also Übereinstimmung mit sich
selbst, mit der eigenen Seele, den eigenen Gefühlen... zu praktizieren. Das
Bestreben die eigene Kongruenz zu pflegen ist die Basis um Gruppen-Kongruenz zu
erfahren.
Flügelschlag der Seele:
Die Philosophie ist nicht primär eine Ansammlung von
Theorien, sondern die Kunst mit dem Leben umzugehen - also die Weisheit. Das
Wort „Theorie“ kommt von dem griech. Begriff theoria und bedeutet Anschauung,
für Aristoteles ist es „eine beglückende Wahrnehmung“. Die Buddhisten sagen,
dass die Buddhas das Leben so sehen wie es ist. (theoria)
Wenn Plato „Erstaunen ... als Anfang der Philosophie“
bezeichnet, geht es hier nicht um eine Kopfgymnastik, sondern um radikal neue
Betrachtung, neue Wahr-Nehmung des Lebens, ... also das Verlassen der
konventionellen „Höhle“. (Höhlengleichnis)
Wie können wir Dir Leben begegnen?
Wie können wir uns im Leben, in unserem Kreise
begegnen?
Je näher wir dem Menschen in uns kommen, desto mehr
können wir den Menschen in anderen sehen. Da, wo sich Menschen begegnen kann
ein Spannungsfeld entstehen... wenn wir die Spannung als Problem sehen, dann
haben wir einfach ein Problem, wenn wir sie aber als Chance sehen, als
Möglichkeit unseren eigenen Umgang mit dem Leben zu verfeinern, dann sind wir
schon im Lernprozess, und darum geht's.“
Vorschau zum 3. Mai 2013: Hannah Arendt
Text: Roswitha Pentzek
„Der einzige Sinn der Politik ist Freiheit.“ Nach Hannah Arendt haben Politiker einer
Demokratie die Aufgabe, „für ein Leben in Menschenwürde, Gerechtigkeit und
Freiheit einzutreten“ - und zwar für alle Menschen - und auch danach zu
handeln. „Macht sich der Mensch aber zum gottähnlichen Herrn des Daseins wird
er kein WELT-erschaffendes sondern
ein WELT-zerstörendes Wesen",
heißt es bei ihr an anderer Stelle. Und unserer Politik-verdrossenen
Gesellschaft hält sie vor:„jeder zum Denken befähigte Mensch hat die Pflicht, politisch zu handeln!“ „ Das
Politische“, sagt Arendt in ihrem Werk Vita Activa, „gehört nicht zum Wesen des Menschen“. Vielmehr
sei das Politische außerhalb des einzelnen Menschen, das dadurch entstehe, dass
eine Pluralität von Menschen miteinander in Beziehung trete.
Das könnten ganz aktuelle Überlegungen sein, wenn wir
nicht wüssten, dass die Politologin, Journalistin und Philosophin 1906 in
Hannover geboren wurde und 1975 in New York starb.
Im Wahljahr 2013 möchte ich an das Denken der
philosophischen Politologin (so nannte sie sich selber) erinnern, denn „nichts ist flüchtiger als menschliche Worte
und Taten; wenn sie nicht erinnert
werden, überleben sie kaum den Augenblick des Vollzugs.“ (H. Arendt,
„Denken ohne Geländer“)
Mittwoch, 13. März 2013
Nachlese 1.2.2013
Hirnforschung und
Willensfreiheit
(Text: Christian Brehmer)
Wie
erwartet gab es eine lebendige, mitunter auch heftige Diskussion. Denn mit
diesem Thema rühren wir an das Weltbild
unserer Zivilisation. Unser Weltbild ist materiewissenschaftlich begründet.
Die so genannte Naturwissenschaft ist, genau genommen, eine Materiewissenschaft:
Für sie gibt es nur die sich selbst organisierende Materie, und das, was wir als Geist
bezeichnen, hat sich aus der Materie heraus entwickelt und ist abhängig von ihr
(Monismus).
Die Natur aber ist eine Ganzheit. Sie ist
Materie und Bewusstsein, die miteinander interagieren (dualistischer
Interaktionismus). Wenn z.B. ein Lebewesen stirbt – sich das Bewusstsein zurückzieht –
unterliegt die Materie (der Körper) dem
Zerfall. Also sind Materie und Bewusstsein zwei unterschiedliche, im lebenden
Organismus mit einander interagierende Substanzen. Auch die Fähigkeit zur
Selbstorganisation der Materie ist
substanziell etwas anderes als die Materie selbst.
Für die Materiewissenschaft gibt es kein
substanzielles Bewusstsein, denn es
lässt sich nicht mit ihren Methoden nachweisen. Diese methodische Beschränkung
ist durchaus erfolgreich in ihrem Bereich. (Unser materieller Wohlstand beruht
zum Teil auf dieser Methode.) Sie wird
aber der Ganzheit der Natur nicht gerecht. Das führen uns die eklatanten
Verwerfungen in unserer Gesellschaft und auf unserem Planeten drastisch vor
Augen. Kein Wunder, wenn nur die Materie erforscht und das Bewusstsein wird
negiert wird.
Auf diesen Hintergrund ist – gemäß dem Verfasser
dieser Zeilen – der Text aus dem Buch „Hirnforschung und Willensfreiheit“ (ed.
Suhrkamp 2387; Frankf. 2004) zu verstehen, mit dem wir uns am 1.2. befasst
haben. Da sagt der Neurophysiologe Wolf Singer S. 34: „wir rechnen uns zu den
Organismen, die ihr In-der-Welt-Sein einem kontinuierlichen evolutionären
Prozess verdanken“. Genauso wie man nicht fragt, woher die Fähigkeit zur
Selbstorganisation der Materie kommt, so fragt Singer nicht, warum es zu
diesem kontinuierlichen evolutionären Prozess kommt und was sie antreibt.
Denn diese Fragen lassen sich mit materiewissenschaftlichen Methoden nicht beantworten.
Nach Singer lassen sich psychische Vorgänge
wie „Wahrnehmen, Vorstellen, Erinnern und Vergessen, Bewerten, Planen und
Entscheiden und schließlich die Fähigkeit Emotionen zu haben im Sinne kausaler
Verursachung auf neuronale Prozesse zurückführen.“ Kausale Verursachung? Sind
wir Roboter? Wer oder was verursacht denn die neuronalen Prozesse? Woher kommt
es denn dass umgekehrt psychische Vorgänge körperliche Prozesse verursachen?
Mittlerweile geht man z.B. davon aus, dass die Mehrzahl körperlicher
Krankheiten psychosomatischen Ursprungs sind.
Ja,
die Philosophen stellen den Materiewissenschaftlern peinliche Fragen!
Die
Annahme, dass unbewusste neuronale Prozesse psychisches Erleben
bestimmen, wird durch empirische Beobachtungen (B. Libet) bestätigt: passiv-psychisches
Erleben hinkt den neuronalen Vorgängen zeitlich hinterher. Handelt es sich aber
um aktiv-psychische Vorgänge (willentliche), so belegen empirische Erhebungen (J.
Eccles) genau das Gegenteil: neuronale Vorgänge hinken der bewussten
Entscheidung hinterher.
Ein Beleg für Willensfreiheit? Nur bedingt,
denn auch unsere willentlichen Entscheidungen sind weitgehend konditioniert (G.
Roth). Doch wir können uns von unseren Konditionierungen durch Selbstreflexion
stufenweise befreien. Damit wächst der Grad an Willensfreiheit. Richtet sich
die Kraft der Selbstreflexion auf sich selbst (übergegenständliche Meditation)
und werden alle Bewusstseinsinhalte transzendiert, tritt ein Zustand reinen Bewusstseins
ein (R.K. Wallace), aus dem, wenn stabilisiert, freie Entscheidungen getroffen
werden können. Nur der befreite Mensch hat Willensfreiheit. Sein Denken und
Handeln ist im Einklang mit der Natur.
Zum Abschluss unserer Gesprächsrunden, gehen
wir ja immer noch ein paar Minuten in die Stille. Wir lassen alle Informationen
und Auseinandersetzungen noch einmal in uns Revue passieren: reflektieren und –
vielleicht – abstrahieren , transzendieren, um dann alles später zu
integrieren. Das wäre Wachstum in Richtung Willensfreiheit – und Lebensfreude! Praktische Philosophie!
Vorschau
5. April
Verständlich,
das Thema hat Wellen von Emotionen ausgelöst. Das brachte Lebendigkeit in
unsere Runde, aber auch mitunter Unsachlichkeit. Nun, wir können ja versuchen,
uns unsere Gesprächsregeln stets auf´s Neue zu vergegenwärtigen.
Das
Thema war keineswegs ausdiskutiert, und es kam der Wunsch auf, es am 5.4. noch
mal aufzugreifen. Auch der obige Text, die „Nachlese“, ist eigentlich mehr eine
Gegendarstellung und lädt zu Kommentaren ein, falls es nicht schon dazu im Blog
gekommen ist. (Dazu sind alle eingeladen, auch die, die nicht an der Runde
persönlich teilnehmen.)
In diesem Zusammenhang haben wir am 1.2.
eine Kopie ausgehändigt bekommen aus Die Welt: „Bleiben wir ein Leben
lang derselbe? Nicht nur für Juristen ist es ein spannende Frage, ob der Mensch
verantwortlich für etwas ist, was er vor Jahrzehnten getan hat“. Hier stellt
der Bremer Hirnforscher Gerhard Roth den gängigen Schuldbegriff infrage. Können
wir überhaupt entgegen unserer Persönlichkeit handeln? Die Kopie wurde in
unsere Rundmail eingescannt, für diejenigen, die beim 1.2. nicht dabei waren.Donnerstag, 14. Februar 2013
Liebe Freunde des Dialogs ! (Text: Angela Muselmann-Bruhn)
Nach meiner Analyse des ersten Versuchs am
Freitag den 1.2.2013 möchte ich gerne noch einmal Einfluss nehmen auf die
Struktur und deshalb die Punkte nochmals auflisten mit meinen Gedanken dazu, es
half mir zur inneren Klärung, vielleicht ist es auch für andere hilfreich.
Deshalb meine
Überlegungen fürs nächtste Mal :
1) Ankommen
2) In die Stille,
Entspannung, um eigene augenblickliche Befindlichkeit zu erspüren, „Selbst“-
zugang eröffnen
3) persönliche
Mitteilungsrunde mit Erzählstein
4)
Rückerinnerungen an die grundsätzlich
ergebnisoffenen Dialog- Regeln :
- Fasse dich kurz
- Sprich von
Herzen
- Sprich deinen
Beitrag verständlich für alle, an alle
- Frage nach, wenn
du etwas nicht verstanden hast
5) Einführung zum Thema durch den, der es vorgeschlagen hat.
Was ist es, warum sein Herz an diesem Thema hängt ?
Welche wichtigen Erfahrungen oder Punkte möchte er gerne mit uns
teilen oder an welchen, sich daraus ergebenden Fragestellungen arbeitet der Thema-vorschlagende
?
6) Stein kann von jedem ergriffen werden, der zum Thema etwas
ungestört beitragen möchte, sobald er vom Vorredner wieder auf den Tisch gelegt
wurde.
Er spricht
von sich, seinem Blick auf das Thema und kann zur
Begründung seiner Sichtweise Lebenserfahrungen nennen, Quellen zitieren, ect..
Wenn die Allgemeinheit einverstanden ist, auch Filmmaterial mit bringen, jedoch
es widerspricht dem Prinzip „Fasse dich kurz !“ und bedarf der
Zustimmung der Anderen, ob sie einem Mitglied der Gruppe soviel Zeit zur
Darstellung und Untermauerung der eigenen persönlichen Meinung zu gestehen.
Es wäre schön und ausgeglichen, wenn jeder einmal den Stein, ohne
erzwungene Reihenfolge, nehmen würde und vorbereitet oder auch spontan, seine
Sicht aufs Thema formuliert, damit ein bunter Blumenstrauß von Sichtweisen
entsteht. Dialog ist der erste Schritt im Forschungsprozess und reine
Datensammlung ohne Kategorisierung.
Es geht nicht um Zustimmung und Recht
haben, sondern ums Zuhören.
Wenn jeder dran war, der etwas dazu sagen wollte
7) Einkehr in die Stille:
Reflektieren…..
8) Wenn Zeit und gewollt : eine dritte Schluss- Runde (
Wertschöpfung), eventuell wieder nacheinander Stein weiterreichen, bei dem
jeder sagen kann, wodurch er sich ergänzt, bestätigt gefühlt hat, oder
ermuntert über seine bisherige Position noch einmal nach zu denken oder sich
weiter zu informieren.
9) Termin und Thema fürs nächste Mal.
Abonnieren
Posts (Atom)