Donnerstag, 23. August 2018


 Nachschau 3.8.2018:
Beiträge zum Vortrag und Buch von Christian Brehmer "Woher? Wohin? Orientierung im Leben. Die Evolution des Bewusstseins als Ausweg aus der Krise."


Warum evolviert das Bewusstsein überhaupt ?                                              Ayse Naundorf

 Was hat Gott mit uns evolvierteren Menschen, unserem Bewusstsein und unseren Gedanken in den kommenden Jahrhunderten/-tausenden vor? Was ist sein Projekt?
Bis dato hat sich die Menschheit auf verschiedensten Wegen entwickelt: Schamanischer Weg, Religions-Weg, Fernöstlicher Weg, Esoterischer Weg, Mystischer Weg...., denen im Kern Liebe, Herz, Gebete, Meditation/Kontemplation, Anbetung, rituelle Handlungen.......liegen, mit dem Ziel ein ( Guter Mensch ) zu werden, sich mit dem Geist/dem Gott/der Essenz zu vereinigen, Eins zu werden.
In dem neuen Zeitalter jetzt jedoch werden wir auf diesen uns seit Jahrtausenden bekannten Wegen und mit den uns bekannten Methoden nicht mehr weiter kommen können, denn das neue Zeitalter stellt an uns andere Anforderungen als das vergangene.  Nunmehr soll auf das, was ich oben skizziert habe, der Kopf, die Vernunft, Logik, Wissen, Aktivität....kommen, um ganzheitlich ( Kopf & Herz ) einschaltend zu evolvieren, mit dem Ziel ein ( Wahrer Mensch ) zu werden und mit diesem Potential können wir uns nunmehr unbekannte, fortgeschrittenere Dimensionen erschließen und mit den daraus resultierenden Erkenntnissen völlig anders denken und handeln. Das neue Zeitalter ist das Zeitalter des Wissens und der Wissenschaft, nicht mehr das des Glaubens.




Bemerkungen zur Transformation des Menschen                 Dieter Becker

Solange wir uns im "Normalzustand" ,d.h. in der Alltagswelt befinden, gelten
die Newtonschen Gesetze. Für Raum (dreidimensional) und lineare Zeit.
Wir sind  "ICH" mit Wahrnehmungen und verschiedenen Bewußtseinsstufen etc..

Sobald jedoch unser Bewußtsein und all seine Sinneswahrnehmungen, mit welcher
Methode auch immer, vollständig abgeschaltet wird, sodaß nur noch die vegetativen
Prozesse weiter steuern, erlischt das "ICH". Es ist vollständig ausradiert.
Nun beginnt die Phase der individuellen Transformation (Erleuchtung). Unsere
Interwelt , sog. Unterbewußtsein, wird mit der Quantenwelt des Allumfassenden Feldes
verbunden. Hier gelten nur die Gesetze der Quantenphysik. Die Zeit ist nicht linear,
Sie umfaßt Vorher, Jetzt und Nachher als Moment. Materie gibt es nicht, nur (unsichtbare)
Quantenwellen.

Nach dem Ende der Transformation, dem Erlöschen des "ungeschaffenen Lichtes",
befindet sich der Mensch wieder unter den Gesetzen von Newton (mit dem Zeit-Terroristen
Uhr am Handgelenk).

Der transformierte Mensch hat sich im Bewußtsein geändert mit teilweise gravierenden
Folgen.                                                                                           D.W.Becker 8/2018

Kritische Anmerkungen zu  Christian Brehmers Buch  „Woher? Wohin?“          Jürgen Staas                                                   
Thema des Buches ist die Evolution des Bewusstseins.  Der Begriff wird extrem weit gefasst. Er reicht vom Potenzial der Materie über alle organischen Entwicklungsstufen bis hin zu einem schon spekulativen „reinen“  Bewusstsein,  der „Erleuchtung“.  Im Prinzip folgt der Autor der klassischen Evolutionstheorie als Wissenschaft; aber hier sind doch kritische Anmerkungen zu machen. Der Stil deutet auf Denkweisen hin, die diesen Rahmen „transzendieren“.  Die Evolution wird geradezu als  zielbewusstes Wesen personifiziert,  d.h. es wird teleologisch, dualistisch gedacht. Es finden sich Begriffe wie „langfristige Strategie“,  verborgene Intelligenz“,  „Die Evolution hat Großes mit uns vor“.   Hier wird die Grenze zum Kreationismus, zum Intelligenten Design, zum Mythos,  zum Schöpfungsmythos überschritten.  Die Evolutionsbiologie im streng wissenschaftlichen Sinne dagegen ist atheistisch, monistisch. Sie versucht die Evolution aus sich selbst heraus zu erklären, kausal,  by trial and error,  mit  Zufall und Mutationen, wobei zuzugestehen ist, dass auch sie Schwierigkeiten hat,  die Schritte vom Niederen zum Nächsthöheren plausibel zu erklären.  Trotzdem ist anzumahnen,  die Denkweisen und „Sprachspiele“ nicht zu vermischen.  -
Zu der überaus optimistischen Extrapolation in die Zukunft ist zu fragen, welche Zeiträume da ins Auge gefasst werden, denn  Evolution braucht lange, sehr lange Zeiträume. Oder wird erwartet, dass die Menschheit  kurzfristig durch Erziehung und Bildung,  durch verbreitete Meditation etc.               sich nach Münchhausenart  selbst  zur Erleuchtung aufschwingt?  
Hinzuweisen ist auch auf Dinge, die überhaupt nicht zur Sprache kommen.  Ein im wesentlichen psychologisches Thema würde es doch nahelegen,  auch Fragen des Vorbewussten und           Unbewussten mit in Betracht zu ziehen. Wenn es denn stimmt, dass unser Bewusstsein nur die     Spitze eines Eisbergs darstellt, während  Denken und Verhalten in  einem viel größeren Maße vom Unbewussten her gesteuert sind,  dann erscheint ein überdimensionierter Anteil des in Aussicht gestellten Supra- Bewusstseins doch fragwürdig. 
    Ein realistischer Blick auf das aktuelle Weltgeschehen lässt eher Schlimmes befürchten. Die „social media“  mit ihrem Potenzial millionenfacher Verbreitung von „fake news“ sind nicht dazu angetan, die Menschheit zu erleuchten.  Beängstigend ist die Rechtsverschiebung im politischen Bereich. Die Erfahrungen mit den Katastrophen des 20. Jahrhunderts, die zur Demokratie zurückführten,  scheinen in Vergessenheit zu geraten. Warum wählen die Menschen wieder vermehrt autoritäre  „Führer“?   Der Mensch ist sicher kein geborener Demokrat.  Vielmehr erweist er sich immer wieder als unkritisches Herdentier, das dem Leithammel, dem starken Mann folgt.
 Fazit:      Zu Optimismus ist leider wenig Anlass.  Merke:  Die Vernunft ist begrenzt, die Dummheit nicht.  Wandspruch im Dienstzimmer von Isa Vermeeren, Schulleiterin, Nonne, Kabarettistin.    sts

Dazu Anmerkungen des Autors: 
Das Buch ist ein naturphilosophisches, kein materiewissenschaftliches Werk. Die Naturwissenschaft ist genau genommen eine Materiewissenschaft, denn die Natur ist eine Ganzheit, sie ist Materie durchdrungen von Geist als Evolutionsdynamik. Die reduktionistische "Natur"wissenschaft erforscht nur einen Teil der Realität. Ihre Erkenntnisse im Bereich der Materie hat die Menschheit einseitig bereichert, sie haben aber auch zur gegenwärtigen globalen Schieflage beigetragen,  die im letzten Abschnitt der kritischen Anmerkungen von Jürgen Stass angesprochen wird. Geist als Evolutionsdynamik kann in der Korrelationsforschung indirekt objektiv nachgewiesen werden, und er kann direkt subjektiv und intersubjektiv  durch das Experiment im Subjektiven (standartisierte  Meditation) nachgewiesen werden. Darauf wird im Buch und wurde Vortrag eingegangen.
Genuine Naturphilosophie (Tiefenphilosophie), wie sie ansatzweise in der Meller Philrunde anklingt, ist eine ganzheitliche Wissenschaft, die einen befreienden Beitrag zur Lösung der Gegenwartsprobleme leisten könnte.                                                                C.B.
Kant: "Naturwissenschaft ohne Philosophie ist lahm, Philosophie ohne Naturwissenschaft ist blind."

 Vorschau 7.9.2018: Der Diamond Approach – 
eine zeitgenössische Lehre                  Marion Hanses

Der Diamond Approach –auch als Ridhwan Schule bekannt - ist eine moderne spirituelle
Lehre, die den Erkenntnissen der Psychologie und Philosophie Rechnung trägt. Sowohl altes, östliches als auch modernes, westliches Wissen dienen als Handwerkszeug zum Aufsuchen und Verstehen der eigenen  Lebensfragen. Die philosophischen Wurzeln sind der Sufismus, Buddhismus und die griechische Philosophie; dazu kommen die Erkenntnisse der Psychologie. Dies macht für den Einzelnen möglich, einen Weg zur menschlichen Reifung und zur Selbstverwirklichung zu gehen, auf dem die Verbindung mit unserem spirituellen Wesen Schritt für Schritt wiederhergestellt wird. 
Wir suchen nach Sinn, nach Erfüllung, nach Freiheit, nach Ursprung und unserem wahren Platz in der Welt. Die innere Arbeit, das Verstehen dessen, was wahr und wirklich ist, hilft uns dabei, dies zu erfragen, zu erkunden und zu verstehen.  Dadurch erlangen wir Erkenntnis, tieferes Verständnis unserer menschlichen Natur und unseres Platzes in der Welt.
Dabei gibt es keine Ideale oder Glaubenssätze, die als Vorrausetzungen  akzeptiert werden müssen. Die innere Arbeit beginnt stets mit der eigenen, persönlichen Erfahrung und vertieft sich in jedem Menschen auf eine eigene, oft überraschende individuelle Weise.
Zentral ist der Begriff der Essenz, das was wir immer waren und sind; doch wir haben es vergessen und halten uns für die Persönlichkeit, die wir geworden sind. Die meisten Menschen sehnen sich danach, wieder mit ihrer Essenz verbunden zu sein. Dies ist möglich, indem wir die Persönlichkeit als Zeiger verwenden, um die Stellen aufzufinden, wo wir wieder in Kontakt gelangen können.
Als Möglichkeiten, diese Arbeit kennenzulernen, bieten sich das Studium von Büchern, allein oder in Buchstudiengruppen, Einzelarbeit  mit einem  Diamond-Approach Lehrer, oder Workshops  und fortlaufende Gruppen an.